Jagdbogen.net - Jagdbögen und Bogenjagd

Geschichte

Jagdbogen – die Entwicklung von den Anfängen bis heute

Schon vor geraumer Zeit begann der Mensch sich Jagdbögen zusammenzubauen und mit diesen Tiere zu erlegen. Mit der Weiterentwicklung unserer Spezies kamen Bögen letztendlich auch innerhalb von Kriegen zum Einsatz. Die Zeiten jedoch, in denen wir in unseren Breitengraden das Mammut erlegen mussten oder uns gegen andere Völker mit Hilfe selbst gebastelter Bögen zur Wehr setzten, sind vorbei. Auch wenn mit Hilfe der Bögen -wenn auch nicht in Deutschland- auch heute noch vereinzelt gejagt wird, wird ein Jagdbogen im 21. Jahrhundert offiziell nicht als Waffe, sondern eher als Sportgerätschaft angesehen. Trotzdem werden traditionelle Jagdbögen immer noch hergestellt. Parallel dazu sind in der Bogenwelt auch aktuelle Ausführungen mit modernen Einflüssen zu finden. Schließlich haben sich nicht nur die Bögen verändert, sondern auch die Pfeile. Wer sich heute auf der Suche nach einem Jagdbogen befindet, der nicht nur in Bezug auf ein angenehmes Handling, sondern auch im Zusammenhang mit einer ansprechenden Optik überzeugt, wird in der Regel schnell fündig. Die Fülle der verschiedenen Modelle stellt den Kunden häufig vor die Qual der Wahl.

Die Wurzeln der Jagdbögen - so fing alles an

Schon in der Altsteinzeit, also etwa um 10.000 Jahre vor Christus, kam der Bogen als Jagd-Instrument der damals lebenden Menschen zum Einsatz. Die genutzten Pfeile besaßen Steinspitzen, was heutzutage natürlich nicht mehr der Fall ist. Die Bögen selbst waren früher etwa 100 bis 110 Zentimeter lang. Rekonstruktionen solcher Bögen, die auf archäologischen Funden basieren, lassen auf eine Leistung von 25 – 30 Pfund schließen. Dadurch konnte etwa 80 Meter weit geschossen werden. Ein beachtlicher Wert, wenn man berücksichtigt, dass die Gerätschaften manuell hergestellt wurden. Ein akribisches Ausloten der Flugeigenschaften und der Qualität des verwendeten Materials war auch in der damaligen Zeit unabdinglich für einen nachhaltigen Erfolg in der Jagd und eine lange Haltbarkeit. Das Holz für den Jagdbogen lieferten vor allem Baum-Arten wie Kiefern oder Ulmen. Später wurde auch Eibe eingesetzt, um neuere Arten von Bögen zu erschaffen. Im Laufe der Zeit entwickelten sich auch Kurz- sowie Recurve-Bögen. Auch der Langbogen kann seine Wurzeln in der damaligen Zeit verorten. Dieser entwickelte sich während des Mittelalters zum „englischen Langbogen“ weiter und besaß ein deutlich höheres Zuggewicht, als ältere Modelle. Der Erfolg der Jagdbögen ist somit unter anderem definitiv auch durch kontinuierliche Weiterentwicklungen geprägt, die dafür sorgten, dass der Mensch seine Jagd Schritt für Schritt optimieren konnte.

Jagdbögen

Bögen für die Jagd

Der Langbogen

Mehrere Bogen-Arten kommen auch heute noch für die Jagd zum Einsatz. Hier spielen jedoch vor allem moderne Varianten eine tragende Rolle. Besonders beliebt sind in diesem Zusammenhang die Langbögen, die fast vollständig gerade gebaut sind. Vor allem traditionelle Schützen bevorzugen diese Art des Jagdbogens. Besonders im Zusammenhang mit einschlägigen Vereinen sind immer wieder Interessenten für solche Bögen zu finden.

Der Recurve-Bogen

Der Recurve-Bogen wurde zwar ebenfalls während der historischen Bogenjagd entwickelt, kommt heute aber fast nur noch als Sport-Gerät zum Einsatz. Er ist für Sport-Schützen deswegen interessant, weil viele einzelne Elemente, wie Wurfarme, Mittelteil, Stabilisator, Bogensehne, Standhöhe, Pfeile, Button und Visier, gemeinsam funktionieren müssen, damit der abgeschossene Pfeil auch wirklich sein Ziel findet. So stellt die richtige Zusammensetzung des Jagdbogens für viele Schützen immer wieder die Grundlage für eingehende Diskussionen dar. Mit der Erfahrung werden neue Wege beschritten und stärkere Bögen kommen bei Turnieren zum Einsatz, um weiter entfernte Ziele treffen zu können. Wie so häufig kommt es darauf an, nicht „den besten“ Bogen ausfindig zu machen, sondern das Gerät zu finden, das am besten zu den eigenen Ansprüchen und Fähigkeiten passt.

Der Compound-Bogen

Meist werden jedoch die so genannten „Compound-Bögen“ für die Jagd eingesetzt. Diese arbeiten auf der Grundlage eines Flaschenzugsystems und sind nicht so lang wie Lang- oder Recurve-Bögen. Am Griffstück wird ebenfalls ein Visier befestigt. Auch weitere Zubehör-Teile spielen hier eine wichtige Rolle. Besonders wichtig ist hier zum Beispiel der Release. Beim Compound-Bogen verlagert sich das Zuggewicht etwa nach der Hälfte des Auszugverlaufs zur Mitte hin. Die Gründe für diese Verlagerung liegen an den Rollen der Konstruktion. Das Zuggewicht verringert sich deutlich. Hierdurch kann der Schütze nach dem Auszug entspannt und genau zielen.

Der Reiterbogen

Klassische Reiterbögen kommen dagegen eher bei Wettkämpfen zum Einsatz. Auf diesem Gebiet konnte sich besonders die koreanische und ungarische Variante etablieren. Parallel dazu existieren noch zahlreiche weitere Wettkampf-Arten im Bereich der Reiterbögen. Der Ursprung dieser Bogenart liegt sowohl in der Jagd, diente jedoch auch in militärischen Auseinandersetzungen. Die Hunnen, Mongolen und Skythen sind für ihre Schnelligkeit und ihr militärisches Geschick mit dem Reiterbogen bekannt.

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Die Bogenjagd

Die Bogenjagd in Deutschland

Natürlich kommen Bögen auch noch heute als Jagd-Gerätschaften zum Einsatz. Auch wenn diese Art der Jagd in Deutschland jedoch auf der Grundlage des Jagd-Verbots mit dem Bogen untersagt ist, nehmen mehrere Länder und Kulturen diese Form der Jagd als waidgerechte Methode an. Hierzu gehören – entgegen vieler Erwartungen – durchaus auch viele europäische Areale. Befürworter der Bogenjagd sehen diese Art des Jagens als die natürlichere Methode an, um ein Tier zu erlegen. Darüber hinaus soll das Schmerzempfinden beim Erlegen mit dem Bogen lange nicht so groß wie bei der Jagd mit dem Gewehr sein, da weniger Gewebe durch den Pfeil verletzt wird. Dementsprechend sind die Befürworter der Meinung, fachgerechte Bogenjagd solle nicht als Tierquälerei angesehen werden. Eine individuelle Einschätzung der Bogenjagd ist selbstverständlich vom jeweiligen Schützen abhängig. Ebenso wie nicht jeder „Normalbürger“ ein Schwein oder eine Kuh möglichst schmerzfrei und damit professionell schlachten kann, braucht es auch gut ausgebildete Schützen, wenn es darum geht, ein Tier mit dem Bogen zu schießen. Wer hier nicht richtig trifft, lässt unter Umständen ein schwer verletztes Lebewesen zurück, dem ein unnötig langer Todeskampf bevorsteht.

In Bezug auf die Bogenjagd sind jedoch auch ethische Anforderungen sehr wichtig. Dies liegt vor allem an dem hohen Anspruch, überhaupt noch mit einem Bogen auf die Jagd zu gehen. Schließlich muss der Jäger im Einklang mit der Natur sein und über das Befinden des Jagdgebietes und dessen ökologische Zusammensetzung genau Bescheid wissen. Ansonsten wird es nämlich schwierig, sich unbemerkt an das Wild heranzupirschen und einen sauberen Schuss abgeben zu können. Zudem muss auch die persönliche Ausrüstung stimmen und auf den Jäger zugeschnitten sein.

Die Frage danach, wie sinnvoll oder naturfreundlich es ist, die Bogenjagd auch in Deutschland zu erlauben, steht nach wie vor im Raum und wird mitunter hieß diskutiert. Es ist davon auszugehen, dass hier auch unter anderem eine großflächige und ausführliche Aufklärung betrieben werden muss. Wie in vielen anderen Bereichen auch, sorgt hier ein mangelndes Wissen und die Materie ohnehin für eine konsequente Ablehnung gegenüber dieser Jagdmethode. Es herrscht hier immer noch viel Ungewissheit und die Angst vor Fehlern groß. Dies gilt sowohl für Interessenten am Sport, Laien und auch vor allem auf Ebene der politischen Entscheidungsträgerschaft.

Die Ausrüstung muss stimmen!

Wer sich letztendlich für die Jagd mit dem Bogen entscheidet, sollte sich über die Anschaffung der entsprechenden Ausrüstung informieren. Schließlich muss nicht nur der Bogen stimmen, sondern auch die Pfeile und deren Zusammensetzung müssen klar definiert werden, damit nichts schief geht. Am Anfang müssen Sie sich allerdings für eine Bogenart entscheiden, die Sie für die Jagd nutzen wollen. Compound-Bögen sind in diesem Bereich besonders beliebt und werden am meisten genutzt. Wenn Sie es eher auf traditionellerem Wege angehen wollen, sollten Sie sich für einen Langbogen entscheiden. Hier stehen Sie vor der Qual der Wahl. Die Entscheidung hängt im Wesentlichen von Ihrem persönlichen Geschmack und Ihrer Erfahrung im Bereich des Bogen-Sports ab.

Ist die Wahl bezüglich des Bogens gefallen, sollten Sie sich mit der Wahl der passenden Pfeile befassen. Vor allem der Jagdschaft spielt hier eine tragende Rolle. Dieser besitzt eine dichtere Masse, als übliche Turnierschäfte aus dem Bogensport. Der Vorteil eines Jagdschafts ist seine höhere Stabilität, was gerade bei der Jagd sehr wichtig ist. Des Weiteren gibt es verschiedene Materialien, aus denen ein Pfeil bestehen kann. Dazu gehören unter anderem:

  • Holz
  • Aluminium
  • Fiberglas
  • Kohlefaserverbundwerkstoffe
  • Aluminium-Kohlefaser-Laminat
  • Anhand Ihres Einsatzbereiches, der gewünschten Stabilität und Ihrer Jagdkompetenz sollten Sie den Werkstoff auswählen, den Sie für die Bogenjagd nutzen wollen. Beispielsweise kommen Fiberglasschäfte aufgrund ihres hohen Gewichtes in der Regel nur beim Bogenfischen zum Einsatz. Aluminiumschäfte revolutionierten diesen Bereich Mitte der 1950er Jahre deutlich, da auf ihrer Grundlage besonders gerade Schäfte produziert werden konnten. Der Nachteil: sehr harte Treffer ziehen das Material in Mitleidenschaft. Eine hohe Qualität bringen zudem Carbon- oder Kohlefaser-Schäfte mit sich, die zwar etwas teurer sind, jedoch Aluminiumpfeile aus den Köchern der Schützen verdrängen konnten.

    Pfeilspitzen und Nocken

    Wurde die Wahl des Pfeilschaftes getroffen, sollte die Aufmerksamkeit nun auf die Pfeilspitze gerichtet werden. Mittlerweile werden viele verschiedene Arten von Jagdspitzen produziert. Oft ist es schwierig, qualitativ hochwertige Ware zu finden und diese von den eher schwächeren Modellen zu unterscheiden – vor allem für Anfänger. Die strukturelle Integrität der Jagdspitze ist sehr wichtig, gleiches gilt für die Klingenschärfe, damit eine optimale Schnitt- und Stichverletzung hervorgerufen werden kann. Die Spitzen können Sie entweder an den Schaft kleben oder schrauben.

    Auch die Klingenanzahl der Spitze ist eine wichtigere Thematik. Sogenannte „Zweischneider“ besitzen ein flaches Profil mit zwei Schneiden und verfügen über eine stark optimierte Tiefenwirkung. Mehrschneidige Jagdspitzen sind als Drei- oder Vierschneider bekannt, welche dann logischerweise die jeweilige Anzahl an Schneiden besitzen. Durch die sternförmigen Einschusswunden kann der Schweiß des Wildes leichter austreten, jedoch ist die Tiefenwirkung nicht so hoch, wie bei Zweischneidern. Dieses Problem ist auch innerhalb der Szene ein Thema, über das sich nach wie vor viele Jagdschützen streiten.

    Solche Spitzen sind im Bogensport übrigens untersagt, da die Zielscheiben und dessen Material dadurch zu stark beschädigt werden. Das Material müsste zu schnell ausgetauscht werden, weswegen dort in der Regel kleine Aluminium-Spitzen ohne Schneiden zur Anwendung kommen.

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